Modernes Überwachungskonzept zur qualitätsgesicherten gasanalytischen Transformatorendiagnostik (GTD)

Die normgerechte Transformatorendiagnostik benutzt die Laborergebnisse von Analysen der im Öl gelösten Gase (DGA) sowie der Buchholzgase (BGA). Die Richtigkeit der Ergebnisse kann durch die Nichteinhaltung hermetischer Bedingungen (Probenahme, -transport, -aufbewahrung) beeinflusst werden. Durch Präzisierungen in den Normen ist es möglich, die Diagnoseleistungsfähigkeit zu steigern. Dieses Ziel verfolgt das GTD-Konzept, das die Qualitätssicherung der DGA-Ergebnisse sowie die Anwendung von Korrekturverfahren zur Ermittlung der Diagnosegrößen aus den Analysenergebnissen umfasst. Mit den Produkten der GATRON GmbH kann das GTD-Konzept praktisch umgesetzt werden.

Von grundsätzlicher Bedeutung ist es, eine Methode der Qualitätssicherung der DGA auf Basis innovativer Probenahme/Analysen-Geräte zu entwickeln, die sowohl hermetische Probenahmetechniken als auch die Richtigkeit von DGA-Ergebnissen zu kennzeichnen gestattet: N2IS based ! ®

Das Korrekturverfahren für die Gaskonzentrationen im Kesselöl wird für Transformatoren der offenen Bauart auf die geringöllöslichen Gase (H2, CO, O2) angewendet. Das Korrekturverfahren für die Buchholzgasanalyse bezieht alle Fehlergase ein und ist auch für geschlossene Transformatoren anwendbar.
Die Offenheit von Transformatoren kann über die Transformator-Offenheitszahl (TON) charakterisiert werden. Diese wird mit Hilfe von N2-Rücksättigungs-messungen bestimmt und sollte Aufnahme in die Lebenslaufakte finden. Mittels des Korrekturverfahrens, in das die TON eingeht, können die Sauerstoffverbrauchsrate (OCR) sowie die Gasemissionsrate (GER) für H2 und CO bestimmt werden. Die zeitnahe Ratenbildung aus den Konzentrationen gewährleistet die Aktualität der Diagnose. Für geschlossene Transformatoren ist eine Hermetikkontrolle möglich. Aus Buchholzgasanalysen kann durch das Korrekturverfahren die Gaskonzentration an der Fehlerstelle ermittelt werden, wenn das Buchholzgas mittels technischer Vorrichtung sofort mit der Signalisation vom Öl getrennt aufbewahrt wird und eine zeitgleiche DGA vorliegt. Als Diagnoseergebnis können zuverlässiger als bisher Fehlerart und -intensität ermittelt werden. Zusätzlich ist es möglich, das Erreichen von Servicekriterien zu überprüfen. Damit kann in bestimmten Fehlerstadien eine befristete Stabilisierung des Transformatorbetriebes durch Entgasung mit Überwachung erfolgen. Für eine Substanzerhaltung durch Nachhermetisierung können Atmungspufferboxen G3B installiert und überwacht werden.

Neues aus dem Hause GATRON:

Hermetische Bedingungen für die Gas-in-Öl-Analyse
ew, Jg. 111 (2012),Heft 14, S.50-55
Prüfung von Transformatorenöl >>
Überwachungsgestützte Nachhermetisierung von Transformatoren der offenen Bauart
ew, Jg. 110 (2011),Heft 14, S.32-36
Alterungsprozess offener Transformatoren bremsen >>
Gashaushalt bei Transformatoren der offenen Bauart
ew, Jg. 109 (2010),Heft 14-15, S.56-59
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Verbesserte Bewertung von Transformatoren der offenen Bauart nach DIN EN 60599
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Online Transformer Gas Diagnostics on the Basis of IEC 60567/60599
Paper for Euro Techcon, Warrington 2009
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Universelles Fehlergas-Dreieck für die Transformatorendiagnostik
ew, Jg. 108 (2009),Heft 17-18, S.70-75
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Improved Monitoring of Dissolved Transformer Gases on the Basis of a Natural Internal Standard (NIS)
CIGRE-23, Brugge 2007
Leistungsfähigkeit der gasanalytischen Transformatorendiagnostik
ew, Jg. 101 (2002),Heft 23, S.48-54
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